„Gute Geschäfte“ in Pirna

Der dritte Marktplatz für Gemeinnützige und Unternehmen in Pirna findet am 27. April 2017 in der Cafeteria der DSGF mbH (ehemaliges Sparkassengebäude), Rottwerndorfer Strasse 41 statt.
 
Eine Initiative der Aktion Zivilcourage e. V.

Häufige Fragen

1. Welche Regeln hat die Marktplatz-Idee?

Im Grunde genommen gibt es nur eine einzige Richtlinie, die die Initiatoren der Marktplatz-Methode als verbindlich betrachten. Sie lautet: Geld ist tabu! Es geht bei den „Guten Geschäften“ nicht um Spenden und Sponsoring, sondern um die Anbahnung gemeinsamer Aktivitäten von Gemeinnützigen und Unternehmen zum Wohle des Gemeinwesens. Alle anderen Regeln können Sie als Tipps und Hinweise betrachten, die allerdings durch viele Erfahrungen in den Niederlanden und in Deutschland gestützt sind. Sie sollten diese Regeln beherzigen, sie können aber auch andere Entscheidungen treffen, die Sie für Ihre Umstände als passend erachten. Die Bertelsmann Stiftung würde sich sehr freuen, über solche Ansätze zu erfahren

 

2. Was ist der Nutzen einer Beteiligung für die Akteure?

2.1. Die beteiligten Unternehmen können

  • für sich eine passgenaue Zusammenarbeit mit Gemeinwohlorganisationen entwickeln
  • sich ohne großen Zeitaufwand einen Überblick über die lokale Bürgergesellschaft verschaffen
  • ohne Geldeinsatz in die Entwicklung des Gemeinwesens investieren
  • ihren Mitarbeitern in Kooperationsprojekten ungewöhnliche Erfahrungen anbieten und damit die Mitarbeiterzufriedenheit und –bindung steigern
  • Kontakte zum sozialen und politischen Umfeld ihres Unternehmens knüpfen
  • das eigene Netzwerk vergrößern
  • neue Kunden finden
  • von Gemeinnützigen und Kommunen lernen

 

2.2. Die Gemeinwohlorganisationen können

  • über Kooperationen zusätzliche Ressourcen gewinnen, die ihnen ermöglichen, besser ihre Ziele zu erreichen
  • Kontakte zu Unternehmen aufbauen
  • das eigene Netzwerk vergrößern
  • den Mehrwert präsentieren, den ihr soziales Unternehmen für das Gemeinwesen leistet
  • über ihr Engagement ein Alleinstellungsmerkmal entwickeln
  • von Unternehmen und Kommunen lernen

 

3. Steuerliche Aspekte der Marktplatz-Methode

Engagiert sich ein Unternehmen im Rahmen eines Marktplatzes, stellt sich die Frage wie die diesem Engagement zuzuordnenden Aufwendungen steuerlich zu qualifizieren sind. Sie können sein:

  • steuerlich abzugsfähige Betriebsausgaben (§ 4 Abs. 4 EStG) oder
  • Spenden, die unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich abzugsfähig sind (10b EStG, § 9 Abs. 1 Nr. 2 KStG, § 9 Nr. 5 GewStG).

Aufwendungen, die weder als steuerliche abzugsfähige Betriebsausgaben noch als abzugsfähige Spenden qualifiziert werden können, müssen entweder als Kosten der Lebensführung (§ 12 Nr. 1 EStG) oder – bei Kapitalgesellschaften –als verdeckte Gewinnausschüttung an die Gesellschafter angesehen werden (§ 8 Abs. 3 Satz 2 KStG). In diesen Fällen werden sich die Aufwendungen, die das Unternehmen im Rahmen seines sozialen Engagements tätigt, nicht steuermindernd auswirken.

 

 

Quelle: Bertelsmann Stiftung

Eine detaillierte Übersicht erhalten Sie auf www.gute-geschaefte.org.